Ich glaube – hilf meinem Unglauben! Jahreslosung 2020

„Es gibt keine größere Kraft als die Liebe,“ – sagt Martin Luther King, „das ist die Botschaft von Weihnachten“.

Doch bringen wir das hinüber in die Zeit nach dem Fest, in unsere Arbeit, ins Leiten, Lehren, Gestalten?
Oder bleibt die Liebe, die den Hass überwindet, ein Ideal – leuchtend wie das Weihnachtsfest, aber zu weltfremd, um zu bestehen in dem, was sich so harmlos „Alltag“ nennt und „Realität“?

Die Jahreslosung 2020 nimmt diese Spannung auf:
„Ich glaube – hilf meinem Unglauben!“
Aus dem Machtbereich des Faktischen darf ich mich hinaussehnen,
darf mich ausrichten nach der Liebe, darf, verfangen wie ich bin,
um Glauben bitten.

Und schon in diesem Bitten liegt der Moment der Befreiung:
Es postuliert ja, dass da einer ist, der dieses Gebet hören kann!
Das Gebet greift heraus aus dem Dasein und
nimmt dem, was uns in Bann hält, den Absolutheitsanspruch.
Eine neue Weltsicht tut sich auf:
So wie das Licht der Finsternis ihre Macht nimmt
und Farben, Formen und Fülle sichtbar macht –
so sieht das Gebet die Welt im Licht des Reiches Gottes –
sieht, was möglich sein kann durch seinen Geist:
Frieden, Erbarmen und Güte.
„Ich glaube – hilf meinem Unglauben, meinem Unvermögen“ –
solches Bitten holt den Retter und seine Kraft der Liebe in den Alltag, mitten hinein! Ein Weihnachten – an jedem neuen Tag.

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