Material und Impulse für Unterricht und Schulgottesdienste in Corona-Zeiten

Neu im Juli: Der allereinfachste Schul-Schluss-Gottesdienst!

Die Umsetzung in besonderen Zeiten

Nicht der Gottesdienst an sich steht (alles Folgende gilt für den bayerischen Kontext) zur Diskussion – wohl aber die Durchführung! Die Schulleitungen haben Enormes geleistet, um die Corona-Maßnahmen umzusetzen, und ein herausforderndes Jahr erreicht mit den Sommerferien zumindest einen Einschnitt zum Atemholen. Das ist nicht der richtige Zeitpunkt für Grundsatzdiskussionen.

Es gilt, von Seiten des RU auszustrahlen, dass wir unseren Beitrag leisten, dass Schulleben gelingt. (Allerdings auch leisten wollen, sollen und dürfen sollten!)

Darum ist hier ein Gottesdienstentwurf gegeben, der im kleinsten Rahmen stattfinden kann und – wenn es denn nötig ist, damit zu argumentieren – nicht mehr als eine Viertelstunde dauert. (Das ist keine Lösung auf Dauer und für die Zukunft, aber ausnahmsweise funktioniert es, weil die SuS noch die realen, großen Gottesdienste visualisieren können und die Atmosphäre davon zehrt.)

Dieser Entwurf (Dauer ohne Lieder 11 Minuten!) soll Mut machen, es einfach so zu probieren, dass es für Sie und Ihre Schüler/innen – aber auch das Kollegium gut klappt!

Er ist (ggf. mit kleinen Abwandlungen) tatsächlich für ein breites Alterspektrum geeignet!

So kann’s gehen!

Sie können ihn (Aufzählung nach sich steigerndem Aufwand)

  1. in den einzelnen Klassen durchführen
    • entweder den Podcast hören (… was aber schon sehr passiv wäre, darum vielleicht noch etwas dazu vorbereiten, zB. Lieder) oder lieber
    • den Text mit den SuS lesen und so den Gottesdienst feiern (ähnlich dem bewährten Prinzip der Weltgebetstagsliturgie) –
    • Podcast oder Textvorlage verwenden, um mit den SuS ins Gespräch zu kommen und so das Schuljahr gut abzuschließen, womöglich auch noch etwas zu gestalten, was die SuS als Erinnerung mitnehmen können.
  2. mit einer Gruppe/Klasse als eigenen Podcast aufnehmen und der Schule zur Verfügung stellen, ggf. auch auf der Homepage Ihrer Schule veröffentlichen. (Das allerdings kann nur eine Notlösung sein – denn der Gemeinschaftsaspekt fehlt).
  3. mit einer Gruppe vorbereiten und dann mit der Klasse als Zoom-Miteinander feiern,
  4. mit einem Team vorbereiten und In Kirchen oder der Schulaula unter Beachtung der Hygienevorgaben einfach „richtig“ feiern – bei sehr großen Schulen müssten ggf. mehrere Gottesdienste nacheinander gefeiert werden.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Segen!

Hier der Podcast. Musikbett: Dag Reinbott – a beautiful beginning
Grundsätzliches zum Ritual „Schulgottesdienste“

Schuljahre werden gerahmt von Gottesdiensten. Zentral ist die theologische Dimension, dass wir damit unser Leben in Bezug zu unserem Glauben, zu Gott bringen. Das ist aber nicht einmal von all denen nachzuvollziehen, die daran teilnehmen. Viele gehen „einfach so“, weil es dazugehört. Und das ist auch gar nicht falsch, denn die Kraft dieser Schul-Zeremonien liegt in der Ritualisierung:

Einfacher zu verstehen ist das Ritual um seiner selbst willen:

  • Rituale drücken aus, wofür Worte fehlen (oder sehr viele Worte nötig wären).
  • Rituale schaffen Realisierung der komplexen Dimensionen der Wirklichkeit.
  • Rituale machen aus Einzelnen eine Gemeinschaft, die sich stärkt und trägt dadurch, dass sie spüren und ausdrücken, was sie verbindet.
  • Ein Ritual trägt durch seine Selbstverständlichkeit: weil es nicht hinterfragt wird, es trägt, weil es einfach da ist und man teilnehmen, „andocken“ kann und an seiner Kraft partizipieren kann. Das Maß der Intensität ist natürlich der persönlichen Entscheidung überlassen – aber wichtig ist: Das Angebot, das Ritual an sich ist nicht in Frage gestellt und kann so seine hilfreiche Kraft entfalten.
  • Das Ritual hat seine Kraft darin, dass es durchgeführt wird – dies schätzen sogar die, die diese Rituale nicht für sich in Anspruch nehmen (die aktuelle Shell-Jugendstudie stellt weiterhin eine hohe Akzeptanz bei den Jugendlichen „dass es Kirche und Gottesdienste gibt“, auch wenn sie selbst überhaupt nicht hingehen!).

Wenn Rituale wegbrechen, bleiben Einzelne auf sich selbst zurückgeworfen. Wenn Rituale wegbrechen, verstärkt das Krisen und ist Ausdruck von Krisen. Deswegen sollte gerade auch in den Coronazeiten an Ritualen so weit wie möglich festgehalten werden. Sie müssen ggf. an die Vorgaben angepasst werden – aber nicht aufgegeben.

Der Auftrag des RU

Wir haben (unter anderem) den Auftrag, in Krisen zu helfen, beizustehen – und den Auftrag, sprachfähig zu machen. Darum ist es unverzichtbar, dass der Religionsunterricht das Ritual am Anfang und Ende des Schuljahres mit großer Klarheit und souverän zur Verfügung stellt.

Wir tun dies – und auch das ist Teil unseres Auftrags – auf Grundlage und mit Inhalten unsers christlichen Glaubens. Darum endet ein Schuljahr nicht einfach nur mit einer Schlussveranstaltung, sondern mit dem Angebot, einen Gottesdienst zu feiern. Der Mensch ist nach unserem Menschenbild nun einmal nicht alleingelassen in dieser Welt.

Viel Material finden Sie auch auf den Seiten des RPZ: https://www.rpz-heilsbronn.de/aktuelles/spirituelle-angebote-in-zeiten-von-corona/

7. Juni 2020 – Trinitatis – Gottesdienst zum Fest der Dreieinigkeit Gottes

Ein Trinitatisgottesdienst – ganz im Eindruck der Dreifaltigkeit und zugleich der Bilder und Nachrichten aus der Welt.

Mit Musik von http://www.terrasound.de – ein Projekt mit Schülerinnen und Schülern der 7. und 9. Jahrgangsstufe 2020.

Gottesdienst zum Pfingstfest mit vielen Schülerstimmen

Ein Pfingstgottesdienst mit ganz viel Schüler/innenbeteiligung. Musikbett. Dag Reinbott http://www.terrasound.de

Christi Himmelfahrt –

Ein himmlisch-leichter Gottesdienst mit Bodenhaftung

Ein bemerkenswertes Bild von Albrecht Dürer
Viel Freude mit dem Gottesdienst. Das Musikbett beim Glaubensbekenntnis ist von http://www.terrasound.de

Rogate – Betet. Eine Minipredigt, die groß wird, wenn man damit weiterarbeitet

Jubilate! Jubelt! …. echt jetzt? – Gottesdienst zum Sonntag Jubilate am 3. Mai 2020

Jesus sagt: Ich bin der Weinstock, Ihr seid die Reben. Grund zum Jubeln?

Von Schafen und Menschen – Gottesdienst zum Sonntag Misericordias Domini „Sonntag vom Guten Hirten“ 2020

Ein Gottesdienst mit viel Schülerbeteiligung und einer – scheinbar – einfachen Predigt.

Unser Zweifel und Gottes Auftrag.

Gottesdienst für Schüler/innen und alle, die zuhören können zum Sonntag Quasimodogeniti 2020

Ein Gottesdienst mit viel Schülerbeteiligung und einer sehr aktuellen Predigt ausgehend von Joh 20 – zum Mitfeiern und Mitdenken.

Urknall Ostern

Hier ein Ausschnitt, drunter der ganze Gottesdienst (zum Hören)

Ein Gottesdienst, in dem man – bis auf die Predigt – fast nur Schülerinnen und Schülern hört.

Zu Mk 16 und 1. Kor 15 – Musik Dag Reinbott http://www.terrasound.de

Für Ältere – ein Karfreitagsgottesdienst zum Nachdenken und theologischen Weiterkommen.

Hier zum Hören.

Der dritte Schulgottesdienst – mit noch mehr Schülerbeteiligung

zum Palmsonntag – mit Gedanken zur Konfirmation, zur Passion und zum Christsein. Nicht nur für Schüler!

Challenge – wohl eher für Lehrkräfte als für die Schülerinnen und Schüler 😉

Leider, leider, leider nicht von mir selbst, sondern nur per WhatApp bekommen. Ohne Quellenangabe…. Also – unbekannterweise: SUPER IDEE!!

Der etwas andere Schulgottesdienst Nr. 2 – Judika 2020

Schlicht, knackig, kurz – per messenger oder hier zum Download und Weiterverschicken.
Vom plötzlichen Alleinsein, der Ewigkeit, der Würde und dem Regiertwerden

Hier der Gottesdienst noch mal visualisiert.

Briefe schreiben an Seniorenheime und Einsame – die Aktion für Reli während Corona!

Anderthalb Minuten Input als Inspiration: Was können SIE umsetzen?

Das hat ja eingeschlagen! Innerhalb weniger Stunden bekam ich schon Rückmeldungen von Kollegen, die es umsetzen! Sie haben schon Kontakt aufgenommen zu Einrichtungen in der Umgebung (nicht nur für Senioren, sondern auch z.T. von Wohnheimen für Menschen mit Behinderung). Dort treffen sie auf große Begeisterung !

Prozedere: Die SuS schreiben Karten und Briefe (Lehrkraft kann Anregungen geben) für die Wohnheime – schicken sie an die Lehrkraft – diese kontrolliert noch einmal (auf Unfug hin) – und schickt es dann in einem großen Umschlag ans Heim.

Wichtiger als ein Schnellschuss ist der LANGE ATEM: Gerade für Senioren wird die Isolation noch lange dauern – eine kurze Aktion bringt also weniger als Kontiuität.

Doch zumindest an Ostern kann man Osterfreude auch punktuell bringen.

Viel Erfolg! Und erzählen Sie davon!

Und hier der link zum Beitrag der Kollegin, der mich angeregt hat zur Aktion: http://sonntagsblatt.de/act

Das Kartenspiel (nach Bruce Low)

Lesung des Gedichtes – überarbeitet und gekürzt für den Unterricht.

Schulgottesdienst per messenger zum Mitmachen

22. März 2020 am Sonntag Lätare zu Jesaja 54

Du hörst zwar allein, aber Du bist nicht allein.